Über

Florian Waadt

Hochzeitsfotograf

Datierte Stationen seines Lebens beschreiben Florian Waadt und seinen Blick auf die Welt in etwa in einem flüchtigen Bruchteil.

Es bedarf einer Vielzahl obskurer Einzelbilder, durch verschiedenste Objektive betrachtet, scharf und verschwommen, positiv und negativ, schwarz sowie weiß, um seine Person in allen Widersprüchlichkeiten zu erkennen.

Ein ungeschriebener Gedanke zieht sich jedoch durch sämtliche Lebensabschnitte wie ein roter Faden:

Die Welt in ihrer Paradoxie, Schönheit und Absonderlichkeit, und letztlich sich selbst darin wahrzunehmen.

Vor diesem Hintergrund betrachtet, steht das Interesse an einer Ausbildung zum Augenoptiker für eine klare Erkenntnis in sich:

In einer Welt der permanenten Optimierung ist es nicht per se die perfekte Schärfe, die einem Bild Geist und Ausdruck verleihen.

Aspekte wie Individualität und Unvollkommenheit bauen auf eine inhaltliche Ebene:

Fotografie als ein sich schlängelnder Weg zwischen den verschiedenen Brennweiten eines Bildgegenstands.
Während seiner Zeit als Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker ist Florian Waadt die Bedeutung des kommunikativen Aspekts in der Weltanschauung weitestgehend klarer geworden.

Ebenso zeugt das Studium der Gehörlosenpädagogik vom Interesse an der visuellen Interaktion.

Gelegenheitsjobs wie Kabelhilfe, Barkeeper oder Zimmerer verdeutlichen den Drang nach Verinnerlichung sich verändernder Wahrnehmung – ob durch den Blick hoch oben vom Dach, den Blick in oder durch weit aufgerissene Augenpaare oder letztlich den Blick durch die Kameralinse – und färben Stück für Stück auf seine Arbeiten ab: Verschobene Perspektiven, verschobene Figuren, verschobene Existenz.

Verworrene Vergangenheit trifft auf diffuse Gegenwart. (Seh)Gewohnheiten werden hinterfragt. Ungeschönt und oftmals düster, manchmal leichtfüßig anmutend steht die Suche nach Authentizität und Identität permanent im Fokus. Auf obsessive Art und Weise wird die Fotografie selbst zum Mittel und Zweck des angestrebten Findens: bewegt, bewegend.

Sekundenbruchteile für die Ewigkeit festgehalten. Das Resultat Florian Waadt? Eine vielgeteilte Persönlichkeit.

Eine Vielzahl von Erfahrungen. Ungewöhnliche Entdeckungen neben aufgedeckten Oberflächen. Intensität. Eine individuelle Bildsprache, die im Jahr 2011 in einem Studium der künstlerischen Fotografie mündete.

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